Auszug Brückenbauer

Walter Ineichen, Sie sind als Pate für die jugendbewaehrungshilfe.ch tätig. Worin besteht Ihre Aufgabe genau?

Ich begleite dissoziale Jugendliche auf ihrem Weg in die Welt der Erwachsenen. Bisher habe ich vier Jungs, alle im Alter von etwa 16 Jahren, betreut. Meine Aufgabe besteht darin, den Jugendlichen aus der Negativ-Spirale heraus- zuhelfen, in der sie sich befinden. Dies geschieht durch wöchentliche Treffen bei mir zu Hause.

 

Wie laufen denn diese Treffen ab?

Nach der Arbeit oder der Schule kommt der Jugendliche zu mir, wir plaudern offen und ehrlich und kochen gemeinsam. Anschliessend helfe ich ihm beim Lernen. Wichtig ist es mir, den Jugendlichen eine Tagesstruktur zu bieten, an die sie sich dann auch halten - beispielsweise durch Checklisten oder eine Agenda. Es geht mir nicht darum, die Jungs zu kontrollieren, sondern ihnen vielmehr helfend zur Hand zu gehen.

 

Sie waren über 30 Jahre Seklehrer und rund 20 Jahre als Bauchef in Baar tätig. Suchen Sie, nun pensioniert, in Ihrem Engagement für die jugendbewaehrungshilfe.ch eine neue Herausforderung?

Ich nehme mir Zeit für die Jugendlichen, weil mich Philipp Suters Idee und Arbeitsweise der vernetzten Jugend- und Elternbildungsarbeit anspricht. Früher sind solche Jugendlichen ohne Perspektive zwischen Stuhl und Bänke gefallen. Dank der jugendbewaehrungshilfe.ch wird ihnen nun eine gute Alternative zu teuren Privatschulen oder Sonderschulsettings geboten.

 

Hat Ihre Unterstützung bisher bei allen Jugendlichen gefruchtet, die Ihnen Philipp Suter vermittelt hat?

Ich begleite einen Jugendlichen nur, wenn die Chemie auch stimmt. So erwarte ich etwa, dass die Jungs ehrlich zu mir sind und möglichst zuverlässig ihren Aufgaben nachgehen. Im Gegenzug biete ich ihnen ein offenes Ohr und helfe, fundamentale Löcher in den schulischen Leistungen zu beseitigen. Oft gelingt es, den Jugendlichen zu zeigen, dass dank Suters Engagement ihre letzte Chance gekommen ist. Und es ist schön zu sehen, dass den Jungs nach und nach bewusst wird, was sie in ihrer Lehre erreichen können. Sie merken dann: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Interview: Laura Sibold


Monika Weber, HR Leiterin und langjährige Ausbildungsverantwortliche

 

 

Seit drei Jahren engagiere ich mich bei der jugendbewaehrungshilfe.ch als Beiratsmitglied sowie in der Beratung von deren Jugendlichen und Eltern. Ich mache das mit Freude und aus Überzeugung. Der Erfolg in der Arbeit mit Jugendlichen motiviert mich, weiterhin für die jugendbewaehrungshilfe.ch tägig zu sein. Es ist für mich ein zentrales Anliegen, dass Jugendliche eine Ausbildung machen, und dies wenn möglich mit Freude.

 


Aurel Bojescu

 

Als Erlebnispädagoge und Coach bringe ich junge Menschen wieder mit der Lehrmeisterin "Natur" zusammen.

Ich biete jungen Menschen auch Orte der Selbstwirksamkeit an. Oft offenbart sich erst beim Holzhacken und Feuer machen im Regen, welche Ressourcen ein junger Mensch mitbringt.

Diese Ressourcen werden zum Schlüssel für eigene Lösungen.